Süchtig

19 Nov 2013 ~ Allgemein ~ Druckversion

„SÜCHTIG – RELATIV KOMISCHER STOFF“…

 … lautete der Titel des Theaterschauspiels vom 11.11.2013, das von den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 10 mit stiller Aufmerksamkeit und betroffener Empathie gespannt verfolgt wurde.

Und: Es war alles andere als der Auftakt zu einem bunten Faschingstreiben!

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Der Schauspieler Karl Maslo schilderte in dem Erzählstoff des amerikanischen Autors Mark Lundholm schonungslos und offen, die Höhen und Tiefen eines Suchtkranken.

Die darin enthaltene, manchmal schon tragische Komik, trat im ständigen Wechsel zu erschütternden und fast traurigen Momenten auf.

Neben Verzweiflung und Abscheu war auch Mitleid, Hoffnung und vor allem ein flehender Wille zu spüren, einer nahezu auswegslosen Situation zu entkommen, um nach nicht enden wollender Suche, ein winziges Stück Lebensglück zu finden.

Die beeindruckende Authentizität der Darbietung beruhte nicht nur auf Maslos schauspielerischem Können. Als ehemaliger Suchtkranker hat er selbst den Sprung aus dem Strudel des Abgrundes geschafft und kann heute den jungen Heranwachsenden die eigentlich wichtigen Dinge im Dasein eines Menschen verdeutlichen.

Das Schauspiel und sein Hauptakteur verschmolzen in einer unsichtbaren Verbindung miteinander. „SÜCHTIG“: Ein Aufruf an alle, den mutigen Willen zu leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt und ihm einen Sinn verleiht.

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